„Menschen der Region“

Am Samstag, dem 24.08.2019 um 17 Uhr war es soweit. In Wörth fand auf dem Karl-Josef-Stöffler-Platz die traditionelle Veranstaltung „Menschen der Region“ der SPD Südpfalz statt. Mit dieser Veranstaltung ehrt die Südpfälzer SPD jährlich Menschen und Gruppen, die sich ehrenamtlich für die Allgemeinheit und andere Menschen einsetzen.

Groß war die Freude in unserem Verein als uns die Einladung der SPD Südpfalz erreichte. Gemeinsam mit unseren Bündnispartnern Kandel gegen Rechts und Omas gegen Rechts Kandel/ Südpfalz sollten wir dieses Jahr für unser antifaschistisches Engagement als „Menschen der Region“ geehrt werden. Auch Aradia e.V. aus Landau erhielt in diesem Jahr die Ehrung. Die erste Auszeichnung für ihre ungemein wichtige Arbeit für Frauen, die Opfer sexueller Gewalt wurden, seit der Gründung von Aradia e.V. vor 30 Jahren! Wir finden die Auszeichnung, Ehrung und Wertschätzung war längst überfällig.

Auch die Bürgerstiftung Pfalz wurde für ihr breites Engagement gleiche Bildungschancen herzustellen, Menschen mit Behinderung in die Gesellschaft zu integrieren, die Dorfentwicklung in der Pfalz voranzutreiben und Kunst und Kultur zu unterstützen geehrt.

Wir danken der SPD Südpfalz für die Ehrung und Wertschätzung, die sie mit dieser Veranstaltung nicht nur uns und unserer Arbeit entgegenbringt, sondern jedem einzelnen Menschen und jeder Gruppe, die sich in ihren selbstgewählten Themenbereichen für die Menschen einsetzen und somit ihren kleinen, aber ungemein wichtigen, positiven Beitrag für unsere Gesellschaft leisten!

Thomas Hitschlier hat in seiner Begrüßung der Anwesenden darauf hingewiesen wie hart ehrenamtliches Engagement sein kann. Insbesondere wenn man sich im Bereich Antifaschismus engagiert und gegen Widerstände, Bedrohungen und Anfeindungen kämpfen muss. Ja, wir alle haben „geackert und uns eingesetzt“, wie Thomas Hitschler gesagt hat, und wir können sagen wir werden uns auch weiter einsetzen, gegen Wiederstände und Anfeindungen ankämpfen um unseren kleinen Beitrag für unsere offene und pluralistische Gesellschaft zu leisten.

Wir alle werden uns weiter für eine offene Gesellschaft, Meinungsfreiheit und Demokratie einsetzen und gegen jede Form von rechtem Populismus, Rassismus und Ausgrenzung engagieren, wie Felix Werling in seiner Laudatio unsere Arbeit und Zielsetzung so treffend beschreiben hat.

Sarah Boos von KgR machte auf die immer weiter Fortschreitende Radikalisierung des Kandler Frauenbündnis aufmerksam und mahnte an dem Frauenbündnis, auch wenn es nicht mehr in Kandel aufmarschiert, weiterhin gegenüber wachsam zu sein. Sie zeigte auf wie wichtig es ist sich vernetzten und zusammenzuhalten um überall den Rechten entgegenzutreten, auch außerhalb von Kandel.

Die Omas gegen Rechts riefen die Menschen dazu auf Haltung zu zeigen und auf die Straße zu gehen, damit auch unsere Kinder und Enkelkinder nicht in einer unfreien und faschistischen Gesellschaft aufwachsen müssen. Jeder Mensch muss sich klarmachen, was rassistische Diskriminierung für die Betroffenen bedeutet, was diese Form der Diskriminierung in den Menschen, den Familien auslöst.

Besonders in Zeiten in denen unsere Gesellschaft vor hochkomplexen gesellschaftlichen Problemen steht und die Spaltung der Gesellschaft durch (laute) Minderheiten vorangetrieben wird, darf man sich nicht zurücklehnen und auf die politische Lösung auf dem Silbertablett warten! So funktioniert unsere Gesellschaft nicht, so funktioniert unsere Demokratie nicht. Politische Lösungen haben noch nie, und werden auch nie von heute auf morgen gefunden und vorangetrieben. Vielmehr brauchen wir eine Veränderung im Denken und Handeln, im Bewusstsein und an der Haltung eines jeden Einzelnen. Wenn wir z.B. das Rassismusproblem in unserer Gesellschaft lösen wollen, muss jeder Einzelne sich zuerst seiner eigenen tief verankerten rassistischen Ressentiments bewusstwerden und an diesen ansetzen!

Wir müssen zusammenrücken und gemeinsam Missstände angehen, die Kluft überbrücken und Werte wie Toleranz und Menschlichkeit nicht nur fordern, sondern hochhalten und vorleben. So schaffen wir eine Einsicht und ein Bewusstsein in der Zivilgesellschaft. Die Zivilgesellschaft muss mit ihrem neuen Bewusstsein für die komplexen gesellschaftlichen Probleme, diese auf die Straße tragen und niederschwellig aufklären. Nur so kann es zu einem Umdenken kommen und wir können unsere Gesellschaft weiterhin zum Positiven verändern.

Das ist die zentrale Aufgabe und Zielsetzung, die Grundlage des eines jeden ehrenamtlichen Engagements.

Deshalb danken wir nicht nur der SPD Südpfalz für die Ehrung, sondern jedem Einzelnen, der sich ehrenamtlich in seinem ganz eigenen Themenbereich für unsere Gesellschaft einsetzt, in harter Arbeit Missstände aufdeckt und aufzeigt, damit sie angegangen werden können und sich so als Vorbild im Sinne der Werte Toleranz und Menschlichkeit einbringt.

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