+++Unsere Gedanken sind bei den Menschen in Belarus+++

Belarus – „Das ist doch so weit weg von uns“ denken manche, aber nein. Was dort zur Zeit passiert, findet vor der Haustür der Europäischen Union satt.
Seit über 20 Jahren herrscht Lukaschenko mit eiserner Hand über dieses Land. „Die letzte Diktatur in Europa“, sagen manche Expert*innen.
Seit Jahrzehnten hält sich ein Diktator mit Scheinwahlen an der Macht. Oppositionelle und kritische Journalist*innen werden gnadenlos verfolgt, verhaftet, interniert und gefoltert. Auch Minderjährige, die dem Regime angeblich gefährlich sein können werden gnadenlos verfolgt [1].
Seit den letzten Präsidentschaftswahlen finden tausende Menschen wieder den Mut auf die Straße zu gehen. Friedlich gehen sie auf die Straße und fordern den Rücktritt vom Autokraten Lukaschenko. Die Staatsgewalt geht brutal gegen die Protestierenden vor und verhaftet wahllos Menschen, die einfach friedlich ihre Meinung kund tun wollen.
Und diese Demonstrationen müssen nun einen Toten betrauern der bei einem Zusammenstoß mit der Polizei getötet wurde [2].
Gestern Abend wurde der ermordete Demonstrant Alxandr Tarajkowskij beerdigt und Demonstrant*innen versammelten sich, um ihn zu verabschieden und zu betrauern. Mit dabei waren auch bewaffnete Soldaten der Staatsmacht. Diese aber senken ihre Schilder und ließen die Protestierenden unbehelligt weiter laufen. Aus Dank wurden diese Soldaten sogar umarmt und bekamen Blumen von den Demonstrant*innen. Diese Bilder berührten nicht nur die Menschen von Belarus. Auch der Mitropolit der Russisch Orthodoxen Kirche in Minsk fordert von der Staatsmacht die Gewalt zu beenden[3].
Ob die Passivität der Soldaten und der Aufruf des Mitropoliten gestern Abend eine stille Form des Widerstands sein könnte, lässt sich noch nicht beurteilen. Aber dieses „Nicht“-Handeln der Soldaten und die klaren Worten des Kirchenvertreters gab den Menschen Mut weiter auf die Straße zu gehen und weiter für ihre grundlegenden Menschenrechte einzustehen.
Wir vom Verein Toleranz & Menschlichkeit Südpfalz senden den Menschen in Belarus unsere Solidarität und hoffen, dass ihre Sehnsüchte nach Demokratie und Freiheit bald erhört werden.

(Bild: gmx.de)

[1] https://www.bundestag.de/presse/hib/680332-680332
[1] https://www.rnd.de/…/protestanten-in-belarus-freigelassene-…
[2] https://rp-online.de/…/belarus-toter-bei-protesten-oppositi…
[3] https://www.faz.net/…/proteste-in-belarus-sie-umarmen-die-s…

#Belarus #Weißrussland #Solidarität #Demokratie #Freiheit #Toleranz #Menschlichkeit #Menschenrechte #Alerta #Hoffnung

Solidarität kennt keine Sommerpause!

Solidarität kennt keine Sommerpause!

Die deutsche Politik scheitert auf allen Ebenen, wenn es um die Aufnahme geflüchteter Menschen geht.
So wurde in Landau am 7.3.2020 ein Antrag gestellt, Landau zu einem „Sicheren Hafen“ zu machen. Der Antrag wurde mit großer Mehrheit angenommen. Doch danach geschah wenig…

Dementsprechend fordern wir die Stadt dazu auf, Druck auf die Landes- und Bundesebene sowie auf Horst Seehofer persönlich auszuüben und so ein Statement zu setzen! Denn wir haben Platz und Kapazitäten!

Insbesondere fordern wir, dass der Oberbürgermeister Thomas Hirsch (CDU) sofort alle Maßnahmen einleitet, damit das Konzept „Sicherer Hafen“ in Landau praktisch umgesetzt wird. Denn gemäß der Potsdamer Erklärung darf die überquotale Aufnahme geflüchteter Menschen nicht an Bedingungen geknüpft sein. Thomas Hirsch tut dies jedoch.
Wir fordern genaue Auskunft sowie Zahlen darüber, wieviele Geflüchtete in Landau ankommen und human untergebracht werden können!
Wir streiken für eine transparente Geflüchtetenpolitik – kommunal, national und auf EU Ebene!
Um dies zu symbolisieren, haben wir eine Kunstinstallation auf dem Landauer Rathausplatz in Gedenken an alle auf der Flucht verstorbenen Menschen aufgebaut.

Bis Montag, den 17.8. werden wir hier vor dem Rathaus Mahnwachen halten und öffentlich machen, was im Landauer Stadtrat zum Thema Geflüchtetenpolitik passiert!
Zudem wird es am Dienstag, den 18.8. ab 16 Uhr eine Kundgebung vor dem Alten Kaufhaus, in dem der Hauptausschuss tagt, geben.
Kommt vorbei und unterstützt uns! Macht mit uns Druck, damit der (angebliche) „Sichere Hafen“, Landau i.d. Pfalz endlich Schutzraum für Menschen in Not bieten kann!

#leavenoonebehind #SolidaritaetKenntKeineSommerpause #openborders #seebruecke

Stellungnahme von ToM Südpfalz e.V. zur Morddrohung gegen Landauer Kommunalpolitiker!

Am Samstagnachmittag haben vier Landauer Kommunalpolitiker eine Morddrohung mit scharfer Kleinkalibermunition und der Beschriftung „Terroristas Antifa Wanted“ erhalten. Seit Jahren erhalten immer wieder Menschen, die sich gegen Rassismus und für eine pluralistische Gesellschaft engagieren, Morddrohungen mit einem Ziel: Einschüchterung. Auch in Landau wurden immer wieder engagierte Menschen öffentlich aufgrund ihres Engagements diffamiert und bedroht. Doch mit dieser Morddrohung gegen unsere vier engagierten Freunde von Die Linke Landau/ SÜW ist eine neue widerwärtige und perfide Ebene erreicht.

Wir als Verein verurteilen diese widerwärtige und feige Drohung gegen diese vier engagierten jungen Menschen, Kommunalpolitiker, langjährigen Freunde und Unterstützer und zuverlässige Partner im Kampf gegen Rechts. Wer keine Argumente mehr hat, greift zu hinterhältigen Bedrohungen. Wer keinen Mut hat, versteckt sich feige in der Anonymität. Ziel von solchen Drohungen ist nicht nur die Betroffenen, sondern die Gesellschaft und alle sich gegen Diskriminierung und Hass Stellenden einzuschüchtern, zu verängstigen und mundtot zu machen. Nicht der demokratische Diskurs, sondern Morddrohungen sind die Mittel von Antidemokratinnen und Feiglingen. Dies benennen wir ganz klar.

Dass die Morddrohung nun ein Jahr nach dem rechtsextremen Mord an Walter Lübcke, nach den rechtsextremen und antisemitischen Anschlägen in Halle und Hanau und am Tag des neonazistischen „Tag der deutschen Zukunft“ in Worms, ausgerechnet vier junge Menschen in Landau trifft, die sich seit Jahren offen und tatkräftig gegen Hass und Hetze positionieren, klare Haltung gegen Rassismus, Faschismus, Antisemitismus und jegliche Formen der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit beziehen und sich in der Kommunalpolitik für ein besseres Leben für alle Menschen unabhängig von Herkunft, Religion, Hautfarbe und sexueller Orientierung stark machen, ist kein Zufall. Hier wird klar von Rechts versucht, Angst zu schüren und den demokratischen Diskurs zu verrohen.

Gestärkt werden solche Feinde der Demokratie in ihrem Denken, in ihrem Vorgehen ausgerechnet von der Politik, den Medien und der Gesellschaft:

  • Von den sich „der Mitte der Gesellschaft“ zurechnenden konservativen Parteien, die zwar immer wieder ein, zwei Sätze der Empörung über solche Vorgänge für die Öffentlichkeit finden, sich aber nicht trauen, Ross und Reiter zu benennen und zu Zeiten des rechten Terrors in Deutschland weiterhin nicht müde werden ein linksextremistisches Problem zu sehen UND ZU NENNEN wo keines ist und so die Gefahr von Rechts nicht nur zu bagatellisieren, sondern auch, und das ist viel schlimmer: Die Rechtsextremen in ihrer demokratiefeindlichen Haltung und ihrem Vorgehen zu bestärken! Liebe CDU und FDP: Benennt endlich das Problem beim Namen. Das Problem, die aktuelle Gefahr für unsere Gesellschaft heißt Rechtsextremismus! Nicht Linksextremismus und auch nicht „Extremismus von allen Seiten“!
  • Von der, zwar demokratisch gewählten, aber nicht demokratisch agierenden, faschistischen AfD, dem parlamentarischen Arm der Rechtsextremisten, die seit Jahren als verbale Brandstifterin agiert! Deren Worte immer häufiger von ihren Anhängern in Taten umgesetzt werden.
  • Von Medien, die sich gerne die Sensationen für ihre Berichterstattung herauspicken und rechte Narrative weiter reproduzieren: Was bekommen wir mehrheitlich im Fernsehen und in den Zeitungen von antirassistischen und antifaschistischen Demonstrationen zu sehen und zu hören? Ausschreitungen! Nicht aber die tausenden Menschen, die friedlich und kreativ ihren Protest auf die Straße tragen. Die G20 Proteste in Hamburg sind hier das beste Beispiel für die selektive Berichterstattung und die Reproduktion rechter Narrative. Linke solidarische Projekte, Aufklärung und Recherche finden nur selten einen Weg in die Berichterstattung. Gleichzeitig berichten unzählige Kamerateams von rechten Aufmärschen, deren Akteurinnen eine unkritische Bühne von den Medien erhalten. Hier wird leider immer noch von einigen Medien ein falsches Bild vermittelt, ob nun bewusst oder unbewusst, und die Feinde der Demokratie werden dadurch weiter gestärkt. Und dies zu Zeiten, in denen auch Journalistinnen nicht mehr sicher sind vor Angriffen und Drohungen von Rechts.
  • Von der schweigenden Mehrheit nicht zu reden, die lieber wegschaut, beeinflusst von der Berichterstattung lieber zu Hause auf der Couch bleibt, statt ihren Protest gegen Rassismus auf die Straße zu tragen und sich solidarisch zu zeigen. Sie sind der Meinung, dass das Problem von alleine verschwindet, ohne sich aus der persönlichen Komfortzone heraus bewegen zu müssen, wenn sie es nur lange genug ignorieren. Aber: Schweigen ist Zustimmung und bestärkt erneut die Feinde der Demokratie in ihrer Haltung und in ihren Taten!

Dabei ist es doch eigentlich so einfach: Wenn wir als Demokratinnen und Antifaschistinnen alle zusammenstehen, egal ob als Studierende, Angestellte, Hartz IV- Empfänger, Unternehmerinnen, Hausfrauen und -männern, Rentner*innen etc… und klare Kante zeigen, wird auch der letzte Ewiggestrige sehen: #Wirsindmehr ist mehr als nur ein Hashtag! Deutschland hat aus der Geschichte gelernt und stellt sich geschlossen gegen menschenverachtende und diskriminierende Ideologien, Parolen und Handlungen. Rassisten, Faschisten, Antisemiten, Sexisten, Homophobe… haben keinen Platz in dieser Gesellschaft und werden ihn auch nie bekommen!

Jeder Angriff, jeder Anschlag und besonders auch diese Morddrohung gegen unsere Freunde und Verbündete im Kampf gegen Rechts, ist ein Angriff auf uns alle, ein Angriff auf unsere weltoffene und tolerante Gesellschaft! Wir nehmen diese Morddrohung persönlich und rufen alle auf, es uns gleich zu tun! Wir stehen geschlossen und solidarisch hinter und im Ernstfall auch vor unseren Freunden! Tut es uns gleich! Lasst uns unsere effektivste Waffe im Kampf gegen Rechts nutzen, die uns zur Verfügung steht:

Solidarität und Zusammenhalt!

Über ein paar solidarische Worte in unserem Gästebuch würden sich unsere vier Genossen sehr freuen.

Einen neuen Eintrag für das Gästebuch schreiben

 
 
 
 
 
 
 
Mit * gekennzeichnete Felder sind erforderlich.
Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
4 Einträge
Bültzingslöwen, Klaus aus 76829 Landau schrieb am 15. Juni 2020 um 23:54 Uhr:
Liebe Freunde der Linken, Laßt euch nicht einschüchtern und beirren in euerm Kampf gegen die Faschisten . Seid gewiß, dass wir solidarisch hinter euch stehen. Denn wir wissen: ein Angriff auf euch ist ein Stoß auf alle Demokraten und die Demokratie.Gemeinsam sind wir stark!!
Liebe Freunde der Linken, Laßt euch nicht einschüchtern und beirren in euerm Kampf gegen die Faschisten . Seid gewiß, dass wir solidarisch hinter euch stehen. Denn wir wissen: ein Angriff auf euch ist ein Stoß auf alle Demokraten und die Demokratie.Gemeinsam sind wir stark!!
Heike Richtsteig aus Kandel schrieb am 10. Juni 2020 um 16:23 Uhr:
Auch wenn sie uns einmal Angst machen, sie werden uns nicht ängstlich machen. Gemeinsam und klar gegen Rechtsextremismus.
Auch wenn sie uns einmal Angst machen, sie werden uns nicht ängstlich machen. Gemeinsam und klar gegen Rechtsextremismus.
susanne wadle aus Landau schrieb am 9. Juni 2020 um 21:34 Uhr:
Vielen Dank für euer klares mutiges und engagiertes Statement.
Vielen Dank für euer klares mutiges und engagiertes Statement.
Dietmar "Diddes Wa" Walter aus Neustadt schrieb am 9. Juni 2020 um 21:06 Uhr:
Bleibt tapfer! Wir waren mehr, wir sind mehr und wir werden immer mehr bleiben!
Bleibt tapfer! Wir waren mehr, wir sind mehr und wir werden immer mehr bleiben!

Throwback-Thursday

Während gerade die Rassismus-Debatte weltweit auf Hochtouren geführt wird, wollen wir heute nochmal an ein anderes, uns sehr wichtiges Thema erinnern: Die Rettung von Geflüchteten!

Unsere Freunde von Coloured_rain haben ihren Marsch bis Mainz geschafft und unterwegs in Speyer, Ludwigshafen und Worms weitere, zahlreiche Unterschriften gesammelt. Diese wurden am 29. Mai der rheinland-pfälzischen Ministerin für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz, Anne Spiegel in Mainz übergeben. Damit hat die Landauer Jugend ein sehr starkes, eindrucksvolles Zeichen für Menschlichkeit gesetzt, einer unserer Vereins- Grundpfeiler.

Um den Protest der Gruppe weiter zu unterstützen, bitten wir darum, die nachfolgende Petition zu unterschreiben. So können wir weiter Druck auf die Regierung in Mainz ausüben:

https://www.openpetition.de/…/landesaufnahmeprogramm-fuer-f…

Und wer finanziell die #leavenoonebehind– Bewegung unterstützen möchte, kann dies unter folgender Bankverbindung tun:
Owner: GLS Treuhand e.V.
IBAN: DE63 4306 0967 0013 0227 10
BIC: GENODEM1GLSV
Bank: GLS Gemeinschaftsbank eG
Reference: Stiftungsfonds Zivile Seenotrettung

(Bilder: Facebookseite von Coloured_rain)

Lebensmittel und Hygieneartikel für bedürftige Landauer.

Liebe Freunde! Im März haben wir zu Coronaspenden für die Aktion „Landau hilft Landau“ aufgerufen. Nachdem die Spritkosten des Einkaufsservices durch andere Spenden gedeckt war und die Druckkosten der Flyer durch die beteiligten Vereine und weitere Geldgeber finanziert wurden, hat der Vorstand von Toleranz und Menschlichkeit Südpfalz beschlossen, die eingegangen Geldpenden aufzustocken und davon eine Lebensmittel- und Hygieneartikelspende für die Lebensmittelausgabe für Bedürftige von Streetwork Landau und der Jugendförderung der Stadt Landau in der Pfalz zu finanzieren!

Heute konnten unsere beiden Vorsitzenden dank Eurer Spenden haltbare Lebensmittel und Hygieneartikel im Wert von 250,–€ als Spende für bedürftige Landauer Bürger*innen an die Landauer Streetworkerinnen im Haus der Jugend Landau in der Pfalz übergeben! Die Spenden gehen, sollten sie bei der morgigen Ausgabe nicht komplett aufgebraucht werden, selbstverständlich nahtlos an die Landauer Tafel e. V. weiter, die nächste Woche wiedereröffnen wird!

Ein herzliches Dankeschön gilt allen Spender*innen und Ehrenamtlichen, die zu Krisenzeiten hier unglaubliches leisten, mitanpacken, spenden und helfen, wo Hilfe benötigt wird!


#Solidarischnichtallein
#Gemeinsamschaffenwirdas
#Baldwiederwaslosinld
#Ehrenamt

Spendenaufruf!!!

Gerade in diesen Zeiten zeigt sich wieder deutlich wie wichtig ehrenamtliches Engagement und Solidarität für unsere Gesellschaft ist. Mit der Initiative Landau hilft Landau wollen wir Ehrenamtler der Vereine, Initiativen, Parteien, Jugendorganisationen mit gutem Beispiel vorangehen und unseren Beitrag für alle leisten! In den letzten Jahren wurde dies oft und gerne vergessen, wir merken es an den Mitgliederzahlen und fehlenden Aktiven quer durch die Verein und ehrenamtlichen Initiativen. Stärkt das Ehrenamt! Dadurch stärkt ihr unsere Gesellschaft und fördert den gerade in diesen Zeiten so wichtigen gesellschaftlichen Zusammenhalt! Das könnt ihr auch ohne Mitgliedschaft und Mitgliedsbeiträge! die Initiative Landau hilft Landau ist das Beste Beispiel. Helft mit und meldet Euch, wenn ihr nicht zur Risikogruppe gehört, gesund seid und helfen könnt und wollt! Wir sind dankbar um jeden Helfer! Ihr könnt uns anschreiben oder direkt die Initiative telefonisch kontaktieren! Ihr würdet gern helfen, könnt aber nicht? Kein Problem! Ehrenamt ist nie umsonst, aber leider auch nicht kostenlos.

Deshalb freuen wir uns auch über Spenden!

Unser Spendenkonto:
Kontoinhaber: Verein für Toleranz und Menschlichkeit Südpfalz e.V.
Bank: Sparkasse Südliche Weinstraße in Landau
IBAN: DE56 5485 0010 1700 2275 70
BIC: SOLADES1SUW

Helfer gesucht!!!

Wir sind seit Montag im Einsatz sind und benötigen dringend Helfer benötigen um der Nachfrage gerecht zu werden! Wenn Du nicht zur Risikogruppe gehörst, gesund bist und helfen kannst, melde dich bitte bei uns.


Wir Landauer Vereine, Initiativen, Parteien und die Studentenschaft Landaus haben am Wochenende beschlossen, die durch Absagen freigewordenen Ressourcen zu bündeln um so den betroffenen Landauer Bürger*innen schnell, unkompliziert und zeitnah helfen zu können!
Landau hilft Landau!
Natürlich werden auch noch freiwillige Helfer gesucht!
Heute ging schon die Webseite an den Start!
Ab heute Abend werden wir auch entsprechende Flyer an die Landauer Haushalte verteilen um sicher zu stellen, dass möglichst alle Betroffene einen Zugang zu den Hilfeleistungen erhalten können, auch die nicht digital vernetzten Bürger*innen!
Vielen Dank an den SV Landau West und SSC Landau, die diese Aktion initiiert und in wenigen Tagen eine wahnsinnige Organistationsarbeit geleistet haben! Jetzt packen wirs gemeinsam an und verteilen die anstehenden Arbeiten auf viele Schultern! Bleibt gesund, gebt aufeinander acht und meldet Euch wenn ihr helfen wollt oder selbst Hilfe braucht!

SV Landau West e.V. 1961
SSC Landau/Pfalz
AStA Landau
Südstern-Haus
Pfeffer und Salz e.V.
Linksjugend Landau/SÜW
Jusos Landau i.d. PfalzJusos Südpfalz
Grüne Jugend Landau-Südpfalz
Die PARTEI Landau
Protestantische Stiftskirchengemeinde Landau! Stiftskirchenmusik LandauWir bieten Hilfe in Landau an! Wer aktuell Hilfe benötigt kann sich hier melden! Vereine aus Landau wollen gemeinsam Hilfe organisieren!

Verlegung der Veranstaltungen im Rahmen der Landauer Wochen gegen Rassismus

Als Veranstalter der Landauer Wochen gegen Rassismus haben wir die Entwicklung und Verbreitung des Corona-Virus mit Sorgen beobachtet. Der Vorstand des Vereins stand im täglichen Kontakt zur Neubewertung der Lage. Wir haben immer wieder abgewägt: Die Notwendigkeit der Aktionswochen gegen Rassismus gerade in der heutigen Zeit, die monatelange ehrenamtliche Planung und Organisation der Veranstaltungen durch unsere Vereinsmitglieder und die finanziellen Mittel aus Spendengeldern und Fördermitteln vs. dem Risiko der Infektion und Weiterverbreitung des Virus bei unseren Veranstaltungen und damit verbunden der Gefährdung der Teilnehmer, ihrer Angehörigen und ihrem sozialen Umfeld. Für die Risikobewertung haben wir die Kriterien des Robert- Koch- Instituts angewendet. Nachdem nun das Elsass, welches nicht nur praktisch vor unserer Haustür liegt, sondern auch klar zum Einzugsgebiet unserer Veranstaltungen zählt, zum internationalen Krisengebiet erklärt wurde und mehrere bestätigte Fälle auch im Landkreis SÜW vorliegen, war es endgültig an der Zeit, eine Entscheidung zu fällen und zu handeln.

Wir müssen jetzt besonnen und vor allen Dingen verantwortungsbewusst reagieren. Die Solidarität der Gesellschaft mit allen Betroffene und Risikogruppen ist nun gefragt. Persönliche Interessen und Bedürfnisse müssen nun zurückgestellt werden. Unser aller Ziel muss ein solidarisches und verantwortungsvolles Handeln sein, um die Menschen zu schützen, die aufgrund ihres Alters, ihrer Vorerkrankungen etc… durch dieses Virus besonders gefährdet sind und eine Verbreitung des Virus möglichst zeitlich zu entzerren, damit unser Gesundheitssystem handlungsfähig bleibt und die Betroffenen die bestmögliche Versorgung erhalten können.

Aus diesem Grund haben wir in Absprache mit allen Beteiligten die Entscheidung getroffen alle Veranstaltungen zu verschieben bzw. abzusagen!

Wanderausstellung „Oh eine Dummel!“: Ab dem 17.03.2020 geschlossen.

Gottesdienst „Gesicht zeigen! Stimme erheben!“, geplant am 15.03.: Neuer Termin wird bekannt gegeben

„Offenes Podium: Meine Integrationsgeschichte“, geplant am 15.03: Neuer Termin am 06.09.2020 um 15 Uhr im Gemeindesaal der Stiftskirchengemeinde

„Landau zeigt Flagge“, geplant am 16.03: abgesagt. Die Stadt wird das Banner in Eigenregie aufhängen.

„Poetry Slam“, geplant am 18.03: Der Poetry Slam wurde bereits durch die BBS Landau abgesagt.

Öffentliche Führungen Gedenkstätte und Ausstellung „NS- Psychiatrie in der Pfalz“, geplant am 19. + 23.03.2020: Neuer  Termin wird noch bekannt gegeben.

Workshop „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“, geplant am 21.03.: Neuer Termin wird noch bekannt gegeben

Gedenkveranstaltung „Bewegte Lichter gegen das Vergessen“, geplant am 21.03.: abgesagt

Stadtführung „Juden in Landau“ geplant am 22.03: Neuer Termin wir noch bekannt gegeben.

Vortrag „Braune Esoterik“, geplant am 22.03.: Neuer Termin wird durch die Veranstalter (Die Grünen Landau) bekannt gegeben

Workshop „Das Kopftuch aus verschiedenen Perspektiven“, geplant am 28.03.: Neuer Termin wird noch bekannt gegeben

Film- und Diskussionsabend „Evas Stories“, geplant am 24.03.: Neuer Termin 09.11.2020 um 19 Uhr im Gemeindesaal der Stiftskirchengemeinde

Familien- und Begegnungsfest „Mittendrin & Bunt Alternative“, geplant am 29.03.: Neuer Termin 29.08.2020 ab 15 Uhr im Haus Südstern

gez.

Der Vorstand von Toleranz und Menschlichkeit Südpfalz e.V.

Gesicht zeigen! Stimme erheben! – Landauer Wochen gegen Rassismus 2020

Wir freuen uns auch in diesem Jahr anlässlich der internationalen Wochen gegen Rassismus wieder ein vielfältiges und informatives Veranstaltungsprogramm für „Gesicht zeigen! Stimme erheben! – Landauer Wochen gegen Rassismus 2020“ präsentieren zu können!

Alle Veranstaltungen werden zum freien Eintritt angeboten. Selbstverständlich freuen sich die Veranstalter über eine Spende vor Ort zur Finanzierung der Veranstaltungen.

Die Veranstalter wollen mit diesem Veranstaltungsprogramm zu den Aktionswochen gegen Rassismus ein Zeichen für eine offene Gesellschaft setzen, in der Herkunft und Hautfarbe keine Rolle spielen, sowie für die Solidarität mit Gegnern und Opfern von Rassismus weltweit.

In diesem Jahr finden die Aktionswochen zum 25. Mal in Deutschland statt. Gerade heute, nach den rechtsextremen Morden, Terroranschlägen und Bedrohungen, dem Bekanntwerden immer neuer rechtsextremer Terrorzellen in Deutschland, wird wieder deutlich wie wichtig es ist Rassismus und Menschenverachtung aufzuzeigen, anzuprangern und darüber aufzuklären. Im Jahr 2020 in dem Deutschland wieder akut mit Rechtsterrorismus konfrontiert ist. Im Jahr 2020 in dem wiederholt und unbestreitbar deutlich ist, dass Teile der deutsche Bevölkerung auch 75 Jahre nach Ende des 2. Weltkrieges, 75 Jahre nach der Befreiung Nazideutschlands durch die Alliierten, 75 Jahre nach Ende des schrecklichsten Verbrechens der Menschheit, des industriellen Massenmords an Juden, Sinti und Roma, psychisch kranken Menschen, Homosexuellen u.v.m., nach Ende des Holocausts, immer noch anfällig für menschenverachtende Ideologien sind und auch bereit sind, diese in Taten umzusetzen. In einem solchen Jahr, aber auch in den folgenden Jahren ist es wichtiger denn je der Vernunft und der Menschlichkeit eine Stimme zu geben und gegen Hass und Diskriminierung aufzustehen! Gesicht zeigen! Stimme erheben! Wir freuen uns, dass auch in diesem Jahr der Landauer Oberbürgermeister Thomas Hirsch wieder die Schirmherrschaft für diese Veranstaltungsreihe übernommen hat!

Die diesjährige Veranstaltungsreihe wurde gemeinsam geplant und organisiert mit unseren Kooperationspartnern Südstern e.V., Viva – Festival contre le racisme Landau, der Protestantischen Stiftskirchengemeinde und der Gedenkarbeit des Pfalzklinikums.
Wir möchten uns ganz herzlich für die finanzielle Unterstützung, die die Umsetzung der Veranstaltungsreihe erst ermöglicht hat, bei unseren „alten“ und „neuen“ finanziellen und ideellen Förderer bedanken: Leitstelle Kriminalprävention des Ministeriums des Inneren und für Sport Rheinland- Pfalz, der Amadeu Antonio Stiftung, der Rosa Luxemburg Stiftung Rheinland-Pfalz, Kiezhelden FC St. Pauli, Ben & Jerry’s, Weingut Emil Bauer & Söhne, Menschenrechtsbildung Campus Landau, DGB Region Vorder- und Südpfalz, Beirat für Migration und Integration Landau in der Pfalz und selbstverständlich der Stadt Landau in der Pfalz!


Die Veranstaltungen im Überblick:

09. März – 19. März 2020 Wanderausstellung „Oh, eine Dummel – Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit in Karikatur und Satire“

09. März 2020 Vernissage zur Eröffnung der Wanderausstellung: Vortrag „Rechtsextreme Bestrebungen in der Region“

15. März 2020 Gottesdienst „Gesicht zeigen! Stimme erheben!“

15. März 2020 Offenes Podium „Meine Integrationsgeschichte“

16. März 2020 „Landau zeigt Flagge!“

18. März 2020 Poetry Slam „Wir sind bunt“

19. März 2020 und 23. März 2020 Führung Gedenkstätte und Ausstellung „NS- Psychiatrie in der Pfalz“

21. März 2020 Workshop Ursachen, Wirkungen und Prävention von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit

21. März 2020 Gedenkveranstaltung „Bewegte Lichter gegen das Vergessen“

Vortrag: Braune Esoterik – Die Verbindung zwischen Rechtsextremismus und Umweltschutz“

22. März 2020 Stadtführung „Juden in Landau“

24. März 2020 Film- und Diskussionsabend „Evas Story“

28. März 2020 Workshop „Das Kopftuch aus verschiedenen Perspektiven“

29. März 2020 Familien- und Begegnungsfest „Mittendrin & Bunt Alternative“

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschen verachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Jahresrückblick 2019

Wie schnell ist doch wieder ein Jahr vorüber! Ein ereignisreiches und spannendes Jahr endet in nur wenigen Stunden. Wir blicken gespannt und mit Zuversicht voraus auf ein neues Jahr, auf ein neues Jahrzehnt und fragen uns, was es uns bringen wird. Mögen die neuen 20er Jahre uns weniger Hass, Tod, Leid und Gewalt, dafür umso mehr Freude, Gesundheit, Freunde und Liebe bringen! Und mögen sie nicht, wie die 20er Jahre des letzten Jahrhunderts im tödlichen Faschismus enden, der sich über die ganze Welt verbreitet und auf allen Kontinenten für noch mehr Leid, Hass und Tod sorgt, als eh schon auf unserer Welt grassiert! Es liegt allein in unserer Verantwortung, dies zu verhindern! Werden wir uns unserer Verantwortung bewusst, nehmen sie an und setzen sie um!

Aus antifaschistischer Sicht war 2019 das Jahr der Feindeslisten, der Drohungen, Morde und Anschläge von rechts. Walter Lübcke. Halle. Nordkreuz. NSU 2.0. Hannibal… Es war das Jahr der Polizeigewalt und Repression seitens der staatlichen Ordnungs- und Sicherheitsbehörden! Es war aber auch das Jahr des zivilgesellschaftlichen und des antifaschistischen Protests. Das Jahr der Solidarität und des Widerstandes! Das Jahr der Gerichte, die die Südpfälzer Ordnungs- und Sicherheitsbehörden mit ihrer Repressionsstrategie mehr als einmal in ihre Schranken verwiesen hatten.

Als Verein blicken wir auf ein ereignisreiches und erfolgreiches Jahr zurück!
Zwischen 14 Demonstration gegen die Aufmärsche der lästigen Rechtsextremen des Frauenbündnis Kandel, AfD und 3. Weg fanden wir immer noch genügend Zeit, um zusammen mit unseren Kooperationspartnern interessante und informative Veranstaltungen für Euch zu organisieren!
In diesem Zusammenhang blicken wir besonders auf die internationalen Wochen gegen Rassismus in Landau zurück. In diesen 2 erfolgreichen und gut besuchten Aktionswochen gab es 11 Veranstaltungen, von Vortragsveranstaltungen über Erscheinungsformen des Antiziganismus, Fluchtursachen und Fluchtrouten, Frauenbilder der Populisten und Rassismus aus der Mitte unserer Gesellschaft über die Fotoausstellung „Dead Calm“, die Gedenkveranstaltung für die Opfer rassistischer Gewalt „Bewegte Lichter gegen das Vergessen“ bis hin zu dem tollen Familien- und Begegnungsfest „Mittendrin & Bunt Alternativ“!

Im Juni gab es endlich mal wieder das große „Mittendrin & Bunt Festival“, dieses Mal in Kandel! Wir freuten uns, nach den anstrengenden Monaten der Orga, gemeinsam mit KgR auf, vor, hinter und neben der Bühne viele wunderbare Freunde treffen und begrüßen zu dürfen und blicken auf 2 wunderbare und erfolgreiche Tage in Kandel zurück.

Besonders freuen wir uns, dass wir in diesem Jahr unsere Zusammenarbeit mit der Stadt intensivieren und festigen konnten. Bei dieser Gelegenheit bedanken wir uns nochmal ganz herzlich beim alten Stadtvorstand der Stadt Landau, dem Beigeordneten Rudi Klemm und Bürgermeister Maximilian Ingenthron, die wir beide als Antifaschisten aus Anstand und Überzeugung kennen und schätzen lernen durften für die Unterstützung und Wertschätzung des zivilgesellschaftlichen Engagements!

An dieser Stelle auch ein ganz herzliches Dankeschön an die SPD Südpfalz für die Wertschätzung unserer Arbeit! Am 24. August diesen Jahres durften wir zusammen mit unseren Freunden von Kandel gegen Rechts und den Omas gegen Rechts stellvertretend für alle engagierte Demokrat*innen und Antifaschist*innen die Auszeichnung als „Menschen der Region“ für unsere Arbeit und unser Engagement entgegen nehmen!

Das auch aus den schlechtesten Dingen Gutes wachsen kann, erleben wir täglich. Ganz besonders deutlich wurde dies ab dem 02. November, als sich die Südpfalz unter dem Hashtag #ichhabegeläutet solidarisierte! Nach dem drastischen Vorgehen der Polizei Landau gegen Dekan Jahnke und die Glocken der Stiftskirche und der unverhohlenen Drohung durch den Polizeichef Sommerrock, der damit nur seinem Ruf als „Law & Order“- Vertreter erneut kräftig unterstrich, mit harter Bestrafung für den „Übeltäter“ dieses Aktes der Zivilcourage, schwappte eine wahnsinnige Welle der Solidarität über die Stiftskirche! Nach aufreibenden Wochen der Orga wurde diese Solidarität am 07.12.2019 von über 1500 Menschen leider nicht auf die Straße, dafür aber in die Stiftskirche getragen! Die Stiftskirche platzte bei der ersten antifaschistischen Kirchendemo Deutschlands aus allen Nähten!

Zum Abschluss des Jahres wurden die Freundschaften und Partnerschaften beim Solikneipenabend nochmals vertieft und gefestigt! Ganz nebenbei wurden beim feiern und tanzen über 1300,–€ für die Streitkasse gesammelt. Mit den eingegangenen und eingenommen Spenden konnten zum Jahresabschluss noch alle Anwaltsrechnungen und Strafzahlungen unserer Genossen aufgrund ihrer Teilnahme an den monatlichen Gegendemos beglichen werden!

Wir bedanken uns von ganzem Herzen für Eure Solidarität, Euer Engagement und Eure Freundschaft!
Auch das Jahr 2019 hat mal wieder gezeigt: Antifaschismus ist Liebe! Tom Südpfalz ist Liebe! Voller Zuversicht blicken wir an Eurer Seite dem neuen Jahrzehnt entgegen! Auf ein neues antifaschistische, kämpferisches und solidarisches Jahr 2020!

Wenn ihr uns auch 2020 unterstützen wollt, wir freuen uns über jede noch so kleine Spende:
https://www.facebook.com/donate/2410721469051272/