Nachbericht: Gegen den Hass

Gedenken anlässlich des internationalen Holocaust Gedenktag

Am Samstag, den 27. Januar 2024 erinnerten wir am internationalen Holocaust Gedenktag den Opfern des Nationalsozialismus anlässlich der Befreiung von Auschwitz durch die Rote Armee heute vor 79 Jahren! Gemeinsam mit rund 100 Menschen versammelten wir uns in der Landauer Katharinenkapelle, um den Millionen ermordeten Menschen zu gedenken.

Maximilian Ingenthron vom Verein für Volksbildung und Jugendpflege e.V. eröffnete die Veranstaltung und betonte in seiner Rede die Notwendigkeit in diesen schweren Zeiten hinzuschauen, Gesicht zu zeigen und sich offen gegen den Rechtsruck zu stellen. Begleitet wurde die Gedenkveranstaltung von Jentzi Winterstein-Reinhardt auf seiner Geige, doch nicht nur die schönen Klänge seiner Geige berührte die Herzen in der Kapelle, sondern auch seine spontane Rede an das Publikum. Er erzählte von seinem Großvater, der drei Konzentrationslager überlebte, von seinen eigenen Erfahrungen und Erlebnissen in diesen erschwerten Zeiten und wie er in seinem christlichen Glauben Trost fand. Er zeigte sich sehr gerührt und betonte, wie wichtig es sei sich gegen den Rechtsextremismus zu stellen.

Jacques Delfeld jun. vom Verband der Sinti & Roma Rheinland-Pfalz erläuterte in seinem Wortbeitrag den Porajmos an den Sinti und Roma durch die Nationalsozialisten. Wie sehr man den eindrücklichen Beleg für die Totalität des nationalsozialistischen Vernichtungswillens gegenüber den Sinti und Roma am Schicksal der Kinder erkennen konnte. So zitierte er einen Abschiedsbrief des damaligen 14-jährigen Robert Reinhardt:

“Ich habe meine Eltern und meine Geschwister wiedergefunden. Wir sind auf dem Transport in das Konzentrationslager. Ich weiß was uns bevorsteht, meine Eltern wissen es nicht. Ich habe mich nun innerlich so weit durchgerungen, dass ich auch den Tod ertragen kann. Ich danke noch einmal für alles Gute, das Sie mir erwiesen. Grüße an alle Kameraden. Auf Wiedersehen im Himmel! Euer Robert.“

Für die vollständige Rede von Herrn Delfeld auf den Link klicken

David Rosenberg, der an diesen Abend für Hinenu-Jüdische Studierendenverband Rheinland-Pfalz/Saar sprach, erläuterte in seiner bewegenden Rede wie seine Familie in Israel sich seit dem feigen Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober 2023 wieder Sorgen um ihre Sicherheit und Leben macht. Deutlich zeigte uns Herr Rosenberg in seinen Worten, wenn uns das NIE WIEDER so sehr am Herzen liegen sollte, dann darf so etwas Grausames wie das am 7. Oktober in Israel nie wieder passieren. Seine bewegende Rede schloss Herr Rosenberg, auch mit Blick auf die aktuellen Entwicklungen in Deutschland und die Correctiv- Enthüllungen, mit dem Appell

„Es liegt an uns allen, diesen Bedrohungen entschieden entgegenzutreten und uns für eine offene, inklusive und demokratische Gesellschaft einzusetzen. Wir müssen uns vereinen, um Extremismus, Rassismus und Intoleranz in all ihren Formen zu bekämpfen und sicherzustellen, dass die Gräueltaten des Holocaust niemals vergessen werden und sich niemals wiederholen dürfen. Lasst uns an diesem Tag gemeinsam einen Pakt beschließen, dass wir uns mit ganzer Kraft für eine Welt einsetzen werden, in der jeder Mensch in Würde und Freiheit leben kann. Lasst uns niemals vergessen und niemals aufhören, für eine bessere und gerechtere Zukunft zu kämpfen.“

Für die vollständige Rede von Herrn Rosenberg auf den Link klicken

Im Anschluss sprach unsere Vorsitzende Tanja Sattler vom „Verein für Toleranz & Menschlichkeit Südpfalz“ zu den Anwesenden. In ihrer Rede ergänzte sie, dass 1945 nach der Niederlage von Nazideutschland für die Überlebenden des Holocaust und Verfolgung durch das nationalsozialistische Regime, der Kampf noch nicht zu Ende war: „Der Kampf um Anerkennung, Entschädigung und Wiedergutmachung muss bis heute fortgeführt werden!“ Und mit klaren Worten fordert sie die Anwesenden auf „Nie wieder“ an 365 Tagen im Jahr zu leben und mit Taten zu füllen und die Politiker, nicht weiter die Sprache und Diktion der Rechtsextremisten zu übernehmen.

Erica Schwarz-Risch und Claudia Scharfenberger vom Verein für Volksbildung und Jugendpflege e.V. rezitierten Texte gegen den Hass von Carolin Emcke und Gedichte von Ruth Klüger. Auf diese ging Wolfgang Pauly von der „Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Pfalz“ in seiner Ansprache ein und erläuterte in seiner Rede wie schmerzhaft und infam Relativierungen des Holocaust durch unsägliche Vergleiche und „Ja, aber die anderen…“ Gerede doch sind, wir müssen uns gegen den Rechtsextremismus stellen und das: „Ohne Wenn und Aber“. Die Veranstaltung wurde beendet mit der „Todesfuge“ von Paul Celan, rezitiert von Elisabeth Morawitz und Sigrid Weyers.

Am Ende dieses Abends waren alle zusammen sich einig, die Geschichte darf sich nicht wiederholen und vor allem nach den Enthüllungen vom Correctiv Rechercheteam liegen jetzt unmissverständliche Fakten auf den Tisch. Nie Wieder ist Jetzt muss mit Leben gefüllt werden, denn es liegt in unser aller Verantwortung, dass wir aus den Erfahrungen von damals, heute klare Kante zeigen gegen den Rechtsruck.

Wir sind Landau! Wir sind Südpfalz!

Alle zusammen für Demokratie und Vielfalt – Gemeinsam gegen Rechts!

Auch in Landau hat sich ein breites Bündnis aus Parteien, Vereinen, Kirchen und Gewerkschaften zusammen gefunden um mit einer Kundgebung auf dem Rathausplatz und Demonstrationszug durch die Innenstadt ein Statement für Demokratie abzugeben. Gemeinsam wollen wir ein buntes und kreatives Zeichen für unsere wehrhafte Demokratie setzen.

Die Erkenntnisse von Correctiv und die Ziele der AFD zur sogenannten Remigration hat vielen Menschen verdeutlicht, dass mit einem Erstarken einer in großen Teilen antidemokratischen und faschistoiden Partei die Demokratie in Gefahr ist. Wir müssen aktiv werden, um für unsere wehrhafte Demokratie einzustehen. Demokratie hat man nicht, sondern man muss sie auch leben und verteidigen! Auch wenn wir auf dem breiten demokratischen Spektrum in Vielem nicht einer Meinung sind, so eint uns doch ein gemeinsames Ziel: Den endgültigen Rechtsruck zu verhindern und die Brandmauer gegen Rechts und somit unsere Demokratie zu stärken! Deshalb rufen wir dazu auf am 04.02. in Landau ein Zeichen zu setzen, für Demokratie und Vielfalt, gegen Hass und Menschenfeindlichkeit!

Am Sonntag, den 4. Februar 2024 um 14 Uhr auf dem Rathausplatz in Landau!

Dem demokratischen Bündnis angeschlossen haben sich:
• AWO-Ortsverein Landau (Anmelder)
• Verein für Toleranz und Menschlichkeit Südpfalz (Mitveranstalter)
• attac Landau-Südpfalz
• Bündnis90 Die Grünen
• Café Asyl Landau,
• CDU
• DGB-Pfalz
• Die Linke Landau/ SÜW
• EuropaUnion Südpfalz
• FDP
• Fridays for Future/Klimastreik Landau
• FWG Landau
• GEW Südpfalz
• Greenpeace Landau
• Hinenu Jüdischer Studierendenverband RLP/SL
• IG Metall Landau
• Katholische Kirche Landau
• Katholische Hochschulgemeinde Landau (KHG)
• Landauer Politikforum (LaPo)
• Landesvereinigung Unternehmerverbände Rheinland-Pfalz (LVU)
• Leben und Kultur e.V. // Haus am Westbahnhof
• Omas gegen Rechts (Landau)
• Pfeffer & Salz Landau
• Protestantische Stiftskirchengemeinde Landau
• SPD Landau/Südpfalz
• Verband Deutscher Sinti und Roma – Landesverband Rheinland-Pfalz
• ver.di Pfalz

Podiumsdiskussion: Zukunft der Erinnerungs- und Gedenkkultur in Rheinland-Pfalz

Verfolgtenverbände haben eine lange Geschichte der Ausgrenzung auch in der Erinnerungskultur. Nur die massiven Proteste seit den 1980er Jahren haben dazu geführt, dass nach und nach überhaupt eine Wahrnehmung dafür entstand, wie umfangreich die Ausgrenzungspolitik der NS-Diktatur war – und dass sie in der Bundesrepublik (teilweise mit den Gesetzen der NS-Diktatur) fortgesetzt wurde. Seit einiger Zeit beobachten Verbände der Verfolgtenorganisationen die Tendenz, dass Ihre Erfahrungen, Expertisen und Perspektiven in der Erinnerungs- und Gedenkkultur durch ein „wissenschaftliches Expertentum“ ersetzt werden sollen. Mit der Fortsetzung von Exklusion und dem Ausschluss aus Entscheidungsstrukturen der Gedenkstätten verbinden die Verfolgtenvertretungen die Sorge, dass die Deutungsmacht wieder allein von der Dominanzgesellschaft übernommen wird. Dies de-gradiert jedoch die NS-Opfer und die Betroffenen der Nachkriegszeit wieder zum Objekt bzw. Forschungsgegenstand. Darüber hinaus gefährdet es auch deren gleichberechtigte Teilhabe in Staat und Gesellschaft.
Zu diesem Thema diskutieren auf dem Podium:
Jacques Delfeld Jr., Geschäftsführer des Landesverbands Deutscher Sinti und Roma Rheinland- Pfalz
Joachim Schulte, Sprecher von QeerNet Rheinland-Pfalz
Peter Zank, Mitglied der Jüdischen Kultusgemeinde Rheinlandpfalz
Prof. Dr. Wolfgang Pauly, Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Landau
Tanja Sattler, 1. Vorsitzende im Verein für Toleranz und Menschlichkeit Südpfalz e.V.

Keine Anmeldung erforderlich.

Gegen den Hass

Gedenken an die Opfer des Faschismus

Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz von der Roten Armee  befreit. Seit 1996 wird in Deutschland an diesem Datum an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert, an Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma, homosexuelle und transsexuelle Menschen, kranke Menschen und Menschen mit Behinderungen, Gewerkschafter*innen, Antifaschist*innen, Sozialdemokrat*innen, Kommunist*innen… . Gerade in heutigen Tagen, gerade in der aktuellen gesellschaftlichen Situation, vor den Eindrücken des weltweiten Rechtsruckes und dem Terrorüberfall der Hamas auf Israel, des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine ist es wichtig, sich vor Augen zu führen, wohin rechtes, völkisches und nationalistisches Denken und Handeln führen kann.

Am Samstag dem 27. Januar 2024, 19 Uhr, findet in der Katharinenkapelle in Landau eine Gedenkveranstaltung anlässlich der Befreiung des KZ Auschwitz statt. Es sprechen Dr. Maximilian Ingenthron (VVJ – Verein für Volksbildung und Jugendpflege), Jacques Delfeld ( Verband Deutscher Sinti und Roma Rheinland-Pfalz), Tanja Sattler (TOM – Verein für Toleranz und Menschlichkeit Südpfalz), David Rosenberg (Hinenu – Jüdischer Studierendenverband Rheinland-Pfalz) und Dr. Wolfgang Pauly (Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Pfalz) statt. Es werden Texte von Carolin Emcke, Ruth Klüger und Paul Celan zum Thema „Gegen den Hass“ gelesen. Jenzi Winterstein-Reinhardt begleitet die Veranstaltung auf seiner Geige.

Gedenken: Der Opfer des Porajmos

Heute Gedenken wir der Opfer des Porajmos, dem Völkermord an den europäischen Sinti & Roma durch die Nationalsozialisten.
Zwischen 1933 und 1945 wurden etwa 500.000 Sinti & Roma ermordet, sei es durch Vertreibung, Deportationen, in Konzentrationslagern, in Gefängnissen oder bei Massenerschießungen. Die deutsche Wehrmacht und SS zeigten keinerlei Mitleid oder Gnade, selbst nicht gegenüber Kindern, Alten und Kranken. Sie ermordeten sie mit brutaler Grausamkeit. Dieses schreckliche Ereignis verdeutlicht, wohin Antiziganismus führen kann, wenn ihm nicht Einhalt geboten wird. Selbst nach dem Ende des Porajmos im Jahr 1945 durch die Niederlage des nationalsozialistischen Regimes lebten die Überlebenden nicht sicher und mussten lange um die Anerkennung als Opfer des NS- Regimes kämpfen. Die massive Diskriminierung und Ausgrenzung der Sinti & Roma in Europa setzten sich fort, auch im demokratischen Deutschland. Der Antiziganismus ist bis heute in Deutschland und Europa nicht überwunden. Es gibt immer noch rassistische Angriffe auf Sinti & Roma, sei es verbal oder körperlich. Besonders in diesen schweren Zeiten hat sich die Situation verschärft. Eine demokratiefeindliche Partei gewinnt in Deutschland an Einfluss, die ihre menschenverachtenden Ansichten offen äußert, ohne größere Empörung zu erregen.
Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich, sagte einmal ein Historiker. Genau in dieser Phase befinden wir uns. All dies geschieht schleichend und langsam, ähnlich wie damals. Das sollte und muss uns beunruhigen, jedoch nicht dazu führen, resigniert zu handeln, sondern uns ermutigen, dagegen anzutreten. Die erste Demokratie in Deutschland ist nicht gescheitert, weil der Aufstieg des Nationalsozialismus unaufhaltsam war, sondern weil Mut und Zusammenhalt der Demokratinnen und Demokraten fehlten.
Dieser Fehler darf sich heute nicht wiederholen, denn „Wer sich nicht empört, schaut einfach nicht hin“ waren die letzten Worte der amerikanischen Bürgerrechtsaktivistin Heather Heyer, bevor sie 2017 von einem Ku-Klux-Klan-Mitglied ermordet wurde.

Haus Rock Abend – Geburtstagsedition: 5 Jahre Tom Südpfalz e.V.!

Wir feiern unseren 5. Vereinsgeburtstag mit Euch!

Am 30.12.2023 laden wir alle ToM- FreundInnen, UnterstützInnen und WegbegeleiterInnen und natürlich alle die es noch werden wollen, ganz herzlich zu unserer Vereinsgeburtstagsparty und traditionellem Jahresausklang „Haus Rock Party“ ab 20 Uhr in das Haus Südstern, Weißenburger Str. 30 in Landau ein!
Was erwartet Euch? Gute und tanzbare Musik von A wie AC/DC über M wie Motorpsycho bis Z wie ZSK , aufgelegt durch unsere 1. Vorsitzende Tanja. Das beste Thekenteam ever! Leckeres Essen von der ToM Kitchen Crew auf Spendenbasis und weitere ToM- Geburtstagsspecials! Lasst Euch überraschen! In den letzten Jahren fand der Kneipenabend immer als Solikneipenabend zu Gunsten von Repression betroffenen Freunden und Begleichung von Rechtsberatungskosten zu Zeiten der nervigen „Kandeldemos“ in Kandel und Landau statt. In diesem Jahr wollen wir an diesem Abend mit Euch gemeinsam 5 Jahre ToM Südpfalz e.V. feiern und werden die Spendeneinnahmen zur Finanzierung von Veranstaltungen und Aktionen verwenden, die wir für nächstes Jahr mit unseren Freunden gemeinsam planen! Wir freuen uns auf Euch und einen gemeinsamen unbeschwerten Abend!
Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Gemeinsam Solidarisch – Spendenaufruf

Liebe Freundinnen und Freunde, Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

die Zeiten, in denen wir leben, sind geprägt von gesellschaftlichen Herausforderungen, Wandel und multiplen Krisen, die uns alle betreffen. Die Klimakrise bedroht unsere Umwelt und zerstört den Lebensraum von Millionen von Menschen, die sich auf die Suche nach einer neuen Heimat machen müssen. Der Überfall Russlands auf die Ukraine und der barbarische Terrorüberfall der Hamas auf Israel erschüttern die Welt und erzeugen unsägliches menschliches Leid. Gleichzeitig erleben wir, wie die deutsche Staatsraison „Nie wieder“ nach dem 07. Oktober als leere Worthülse entlarvt wird, Terrorpropaganda medial unhinterfragt und ohne Einordnung verbreitet und Täter-Opfer-Umkehr betrieben wird. Gleichzeitig sehen wir uns hier in Deutschland mit den Folgen der Klimakrise, einer zunehmenden Radikalisierung der gesellschaftlichen Mitte wie auch der Ränder und einer wachsenden Verrohung der Sprache in besorgniserregendem Ausmaß konfrontiert.

Gerade jetzt, in Zeiten wachsender Radikalisierung und dem Versuch konservativer Parteien wie CDU und FDP, die Armen gegen die Schwachen auszuspielen und an der ungleichen Verteilung von Wohlstand festzuhalten, auch wenn dies zu Lasten des Klimaschutzes und der Lebensgrundlagen zukünftiger Generationen geht, ist es wichtig, dass wir gemeinsam für eine offene und inklusive Gesellschaft eintreten.
Deine Spende hilft uns, Aufklärungs- und Bildungsprojekte durchzuführen und einen Beitrag zu leisten, damit die Werte von Toleranz und Menschlichkeit weiterhin hochgehalten werden. Jeder Beitrag zählt und bringt uns einen Schritt näher zu einer Welt, die von Solidarität und Respekt geprägt ist.

Wir können nicht tatenlos zusehen, wie sich unsere Welt verändert und gesellschaftliche Spaltungen vertieft werden. In diesen Zeiten ist es von entscheidender Bedeutung, dass wir uns für Toleranz und Menschlichkeit stark machen. Der Verein für Toleranz und Menschlichkeit Südpfalz e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, diesen Herausforderungen mit antifaschistischer Aufklärungs- und Bildungsarbeit entgegenzutreten.

Als kleinen Einblick in unsere Arbeit und die erreichten Meilensteine möchten wir euch nun zu einem Jahresrückblick einladen: https://t1p.de/Jahresrueckblick2023 Erfahrt, welche Projekte wir erfolgreich umsetzen konnten und welchen Einfluss eure Unterstützung auf unsere Mission hatte. Eure Solidarität macht den Unterschied!

Bankverbindung:
Kontoinhaber: Toleranz und Menschlichkeit Südpfalz e.V.
IBAN: DE56 5485 0010 1700 2275 70
Sparkasse Südpfalz

oder

Paypal, QR- Code scannen oder mit einem Klick auf den Button Gutes tun und Spenden (Für die Spendenbescheinigung bitte die Adresse in den Anmerkungen nicht vergessen!):

Vielen Dank für deine Unterstützung!

Jahresrückblick 2023

Das Jahr 2023 war welt- und gesellschaftspolitisch geprägt von gesellschaftlichen Herausforderungen, Wandel und multiplen Krisen, die uns alle betreffen. Auch für den Verein für Toleranz und Menschlichkeit Südpfalz e.V. war es ein Jahr voller Herausforderungen, engagierter Gemeinschaftsarbeit und inspirierender Veränderungen.

Gemeinschaftsprojekte und Veranstaltungen: Im vergangenen Jahr richtete der Verein mehrere bedeutsame Veranstaltungen aus, um das Bewusstsein für Toleranz und Menschlichkeit zu stärken, Aufklärungsarbeit gerade im Bezug auf Rechtspopulismus und Menschenfeindlichkeit zu leisten und die Menschen unterschiedlicher Hintergründe zusammen zu bringen. Darunter das Gedenken an die Befreiung von Auschwitz am 27.01. am Landauer Synagogenmahnmal. Reden wurden gehalten von Landaus Bürgermeister Herr Ingenthron, dem Geschäftsführer des Landesverbandes deutscher Sinti und Roma RLP, Herrn Jacques Delfeld jun. sowie dem ToM Mitglied Björn Eisenmann.
Ebenso erfolgreich war der 4. Haus Rock Solikneipenabend, dessen Einnahmen in die Finanzierung weiterer Veranstaltungen flossen.
Ein herausragender Vortrags- und Konzertabend „Und ewig weht der kalte Wind – Lernen aus der Vergangenheit“ präsentierte die Geschichte der deutschen Sinti und Roma. Herr Ricardo Laubinger, 1. Vorsitzender der Sinti Union Hessen, teilte exemplarisch die Familiengeschichte der Familie Weiss und deren Kampf um Anerkennung als Opfer des NS-Regimes. Das Publikum wurde zudem vom Ricardo Laubinger Swingtett mit mitreißendem Gypsy Swing begeistert.
Das Gedenken an die Deportation jüdischer Mitbürger*innen aus der Pfalz nach Gurs sowie eine Mahnwache zum 90. Jahrestag der Bücherverbrennung ermöglichten eine lebendige Erinnerungskultur und den Blick auf aktuelle Herausforderungen wie wachsenden Antisemitismus und den Kulturkampf der Neuen Rechten. Veranstaltungen wie der Vortrag von Dr. Radmila Mladenova zu „Antiziganistischen Traditionslinien im Film“ und die Vorführung des Films „Tom Medina“ trugen zur Sensibilisierung bei.
Gemeinsam mit Partnern wie dem Landesverband deutscher Sinti und Roma RLP sowie dem Goetheinstitut Mannheim setzte der Verein auf informative und anregende Formate, um Toleranz und Menschlichkeit zu fördern.
In einer besonders beeindruckenden Veranstaltung, die ein neues Format der Erinnerungskultur darstellt, luden wir am 09. November zum Gedenken an die Schrecken der Reichspogromnacht gemeinsam mit dem Landesverband deutscher Sinti und Roma, der Gedenkstätte Neustadt und der Stadt Neustadt in das Roxy Kino Neustadt ein. Anstatt an einem Mahnmal trafen wir uns im Kino, wo Jacques Delfeld jun. (LVSR RLP) und Frank Zank (Gedenkstätte Neustadt, jüdische Kultusgemeinde) als Zweitzeugen anhand ihrer Familiengeschichten der Familie Winterstein aus Rülzheim und Familie Koch aus Rodalben die Verfolgung der Sinti und Roma sowie die Judenverfolgung im NS-Regime und den damit verbundenen langen Kampf um Anerkennung als Opfer politischer Verfolgung und Wiedergutmachung aufzeigten. Diese innovative Form des Gedenkens ermöglichte einen eindringlichen Einblick in die Geschichte und betonte die persönlichen Erfahrungen als lebendiges Zeugnis vergangener Ereignisse.
Ebenfalls im November 2023 konnten wir endlich die lang ersehnte Podiumsveranstaltung „Meine Integrationsgeschichte“ durchführen, nachdem sie pandemiebedingt, zuvor mehrmals verschoben werden musste. Die Veranstaltung war ein voller Erfolg, und die Rückmeldungen von Gästen und Podiumsteilnehmern waren eindeutig: Es besteht ein Wunsch nach mehr solcher Events, die persönliche Begegnungen und Austausch ermöglichen. Wir nehmen dieses positive Feedback gerne an und planen weitere Veranstaltungen, um durch persönliche Begegnungen Brücken zu bauen und Vorurteile abzubauen.

Zusammenarbeit mit lokalen Institutionen: Der Verein hat erfolgreich Partnerschaften mit lokalen Institutionen, Unternehmen und anderen gemeinnützigen Organisationen aufgebaut. Diese Zusammenarbeit ermöglichte eine breitere Reichweite und stärkte die gemeinsamen Bemühungen um eine tolerante und menschliche Gesellschaft.

Öffentlichkeitsarbeit und Medienpräsenz: Durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit und eine verstärkte Medienpräsenz konnte der Verein eine größere Aufmerksamkeit für seine Anliegen generieren. Besonders im Bereich der Erinnerungskultur trugen unser Social-Media-Kampagnen dazu bei, die Botschaft von Toleranz und Menschlichkeit weit über die Region hinaus zu verbreiten.


Mitgliederbeteiligung und -wachstum: Im vergangenen Jahr verzeichneten wir zwar ein leichtes Wachstum in der Mitgliederzahl, jedoch stieg die Anzahl der aktiven Mitglieder nicht entsprechend. Um diesem Trend entgegenzuwirken, wurde in der Mitgliederversammlung eine neue Beitragsordnung beschlossen, die am 01.01.2023 in Kraft trat. Zusätzlich haben wir im April 2023 den offenen Stammtisch im Joul’s in Landau eingeführt, der an jedem ersten Donnerstag im Monat stattfindet. Dieses neue Format dient dazu, das soziale Miteinander zu stärken und interessierten Personen eine ungezwungene Gelegenheit zu bieten, den Verein und unsere Arbeit kennenzulernen.
Ein weiterer positiver Schritt war der erste Vereinsausflug im November. Gemeinsam wanderten wir von Annweiler zum Kletterfelsen Asselstein. Dort erhielten wir einen historischen Input zur „Asselsteingruppe“ am Gedenkstein und der Bank des Widerstandes, die der sozialdemokratischen und sozialistischen Pfälzer Widerstandsgruppe gegen das NS- Regime um den Landauer Heinrich Stützel gewidmet sind. Nach der Wanderung genossen wir eine gemütliche Einkehr in der Kletterhütte, um uns gemeinsam zu stärken.

Vorfreude auf bevorstehende Veranstaltungen 2023:
Im aufregenden Jahresendfinale stehen noch zwei besondere Events bevor:

#gemeinsamstatteinsam – Heiligabend 2023 zusammen feiern: Zum zweiten Mal veranstalten wir unser Weihnachtsessen #gemeinsamstatteinsam. In Zusammenarbeit mit der Protestantischen Stiftskirchengemeinde Landau und Engagement Landau findet das Festessen dieses Jahr an zwei Locations statt: im Landauer Haus der Stadtmission und im Gemeindehaus der Stiftskirchengemeinde. Beginnend mit einem Gottesdienst und Kinderprogramm um 16:00 Uhr in der Stadtmission und um 18:30 Uhr in der Stiftskirche, laden wir alle herzlich zum Feiern, Essen und Beisammensein ein. Anmeldungen sind bei verschiedenen Stellen möglich, und wir freuen uns auf eine besinnliche Zeit voller Weihnachtslieder, gemeinsamen Essens und froher Gemeinschaft. Das Event kann mit Spenden auch über Paypal unter https://paypal.me/suedstern unterstützt werden.

Haus Rock Party zum 5. Vereinsgeburtstag: Nachdem die Sommerfeier leider abgesagt werden musste, freuen wir uns umso mehr auf die Haus Rock Party zum 5. Vereinsgeburtstag am 30.12. im Südstern Haus. Wir erwarten eine großartige Geburtstagsfeier mit Freunden, Unterstützern und Weggefährten. Anlässlich des Jubiläums haben wir einige Specials vorbereitet, die wir auf der Party präsentieren und die unsere Gäste erwerben können. Lasst euch überraschen und feiert mit uns das fünfjährige Bestehen des Vereins für Toleranz und Menschlichkeit Südpfalz e.V.!

Ausblick auf 2024: Für das kommende Jahr plant der Verein, seine Bemühungen zu intensivieren, neue Partnerschaften einzugehen und innovative Projekte zur Förderung von Toleranz und Menschlichkeit zu starten. Mit dem Rückenwind aus dem herausfordernden, aber erfolgreichen Jahr 2023 blickt der Verein optimistisch in die Zukunft und ist entschlossen, weiterhin einen positiven Beitrag zur Gestaltung einer inklusiven Gesellschaft zu leisten.
Der Verein für Toleranz und Menschlichkeit Südpfalz e.V. bedankt sich herzlich bei allen Mitgliedern, Unterstützern und Partnern für ihre engagierte Mitarbeit und freut sich auf ein weiteres Jahr voller inspirierender Projekte und gemeinsamer Erfolge.

#gemeinsamstatteinsam – Heiligabend 2023 zusammen feiern

In diesem Jahr findet zum zweiten Mal unser Weihnachtsessen #gemeinsamstatteinsam statt! Wir freuen uns dass unsere Freunde von der Protestantische Stiftskirchengemeinde Landau in der Pfalz und Engagement_Landau in diesem Jahr neu mit ins Boot gekommen sind und das Weihnachtsessen in diesem Jahr an zwei Locations stattfinden wird: in den Räumen der Stadtmission Landau UND in den Räumen des Gemeindehauses der Stiftskirchengemeinde:
Das Landauer Haus der Stadtmission, Bismarckstr. 23, und das Gemeindehaus der Stiftskirchengemeinde, Stiftsplatz 7, laden am 24.12. zum feiern, essen und beisammen sein ein.
In der Stadtmission geht es inklusive Kinderprogramm um 16:00h mit dem Gottesdienst los. Um 17:30 Uhr startet das Abendprogramm. Benachbart zur Stiftskirche beginnen Gottesdienst, Essen und Programm um 18:30 Uhr.
Anmeldungen bei der Landauer Tafel, der Caritas Landau, der Stadtmission/Terrine Landau oder dem Gemeindebüro der Stiftskirche.
Rückfragen telefonisch an Armin Schowalter unter: 0176-31389330.
Das Südstern-Haus, der Verein für Toleranz und Menschlichkeit Südpfalz e.V., die Protestantische Stiftskirchengemeinde Landau in der Pfalz und der Evangelische Gemeinschaftsverband Pfalz e.V. freuen sich gemeinsam mit den Teilnehmenden auf Besinnlichkeit, Weihnachtslieder singen, gemeinsam essen und frohes Zusammensein.
Event mit Spenden unterstützen via Paypal unter: https://paypal.me/suedstern
Stadt Landau in der Pfalz

#gemeinsamstatteinsam #stadtlandauinderpfalz #engagiertestadt #engagierteslandau #engagementlandau #stiftskirchelandau #caritaslandau #tafellandau #terrinelandau

Herzliche Einladung zum Podium „Meine Integrationsgeschichte“

Schon lange geplant, seit 2020 pandemiebedingt immer wieder abgesagt und verschoben, aber was lange währt…. Endlich ist es soweit! 😃

Herzliche Einladung am 17.11.2023 um 19 Uhr in den Chorsaal des Gemeindehauses der Protestantische Stiftskirchengemeinde Landau in der Pfalz in der Pfalz zum Podium „Meine Integrationsgeschichte“ mit freundlicher Förderung der Amadeu Antonio Stiftung.
„Gegenseitiges Verständnis zwischen verschiedenen Religionen, Kulturen und Herkünften kann nur durch den Dialog entstehen.“
Mitbürgerinnen mit Flucht- und Migrationshintergrund präsentieren interessierten Besucherinnen ihre Geschichte. Wie kamen sie hierher? Warum haben sie ihre alte Heimat verlassen? Was bewog sie zum Bleiben? Auf welche Hürden und Hindernisse sind sie gestoßen? Was oder Wer hat ihnen dabei geholfen sich in ihrer neuen Heimat zu integrieren? Wie sehen sie ihre neue Heimat und die Menschen heute? Wie empfanden sie es, unsere Kultur und die hiesigen Menschen kennen zu lernen? Kommen Sie vorbei, kommen Sie mit diesen Menschen in den Dialog, lernen Sie sie kennen und wagen Sie den Perspektivwechsel. Es lohnt sich garantiert!

Gemeinsam mit den Teilnehmenden freuen wir uns über einen spannenden und konstruktiven Austausch!

Die Veranstaltung ist kostenfrei, als Veranstaltende freuen wir uns aber über Spenden zur Kostendeckung. Für das leibliche Wohl der Teilnehmenden und Gäste ist gesorgt.